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Lilli (verstorben)


Die Geschichte von "Lilli" († 14.02.2013)

Die erste Bekanntschaft machte unsere 1. Vorsitzende mit Lilli, als sie etwa 1 Jahr alt war. Da geschah es eines Tages, dass im Nachbarort eine streunende Hündin aufgegriffen wurde. Völlig abgemagert und verwahrlost kam sie in unsere Obhut und der Verdacht lag nahe, dass es ein ausgesetztes Tier sei. An diesem Tag zeigte sie sich dennoch verspielt und freundlich. Wider Erwartens meldete sich jedoch die Eigentümerin und nach einigen ermahnenden Worten unserer Vorsitzenden musste Lilli ihrer Halterin übergeben werden.

Nach geraumer Zeit riefen einige Bürger an und beklagten sich über lautes Gebell von Hunden auf einem abgelegenen und verlassenen Grundstück. Man äußerte auch den Verdacht, es würden dort Hunde vermehrt werden, da der eine oder andere Spaziergänger Welpen gesehen haben mag. Den Hinweisen folgend fuhren wir auch zu dem Anwesen, doch wir konnten keine Hunde sehen oder hören. Allerdings war das Grundstück sehr groß und schlecht einsehbar. Zudem befanden sich auch mehrere Gebäude darauf. Trotz mehrmaliger Kontrolle mussten wir immer wieder ratlos von dannen ziehen, was besonders unsere Silvi traurig stimmte, denn sie hatte ein ungutes Gefühl.

Mit ihrem Gefühl sollte sie leider Recht behalten, denn eines nachmittags kam ein weiterer Anruf. Ein Spaziergänger habe die Hundeeigentümerin dabei beobachtet, wie sie den leblosen Körper eines Tieres auf dem Grundstück einbuddelte und danach wieder verschwand. Neugierig versuchte er die anderen Hunde zu erspähen, die sich in einem kleinen eingezäunten Bereich befanden und entdeckte dabei einen weiteren leblosen Hund, der nur noch aus Haut und Knochen bestand. Als wir zu dem Anwesen kamen, war Gott sei Dank das Tor unverschlossen, so dass wir Zugang hatten und uns von dem Drama überzeugen konnten. Ja, es lag tatsächlich ein etwa 6 Monate alter Junghund tot am Zaun, ein weiter lag völlig abgemagert und apathisch in einer Ecke und dazwischen rannte Lilli wild bellend und zähnefletschend herum. Unsere Vorsitzende verständigte daraufhin sofort die Polizei und das Veterinäramt. Hier lag klar und eindeutig ein schwerer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor. Wir waren fassungslos und die Tränen liefen, obwohl wir schon so manches Grauen gesehen hatten.

Lilli benahm sich wie eine Furie und wir kamen nicht an den noch lebenden Junghund heran. Auch die hinzu gekommenen Polizisten konnten uns nicht helfen und waren ratlos. Also riefen wir einen Tierarzt an, der dann letztendlich Lilli mit einer Portion Beruhigungsmittel sedierte, so dass wir beide Junghunde bergen konnten. Lilli mussten wir leider zurück lassen, was uns in diesem Moment auch nicht so schwer fiel, denn sie war nicht in dem erbärmlichen Zustand wie ihre Babys. Alles andere sollte am nächsten Tag der Veterinäramtsarzt entscheiden.

Den Junghund nahm unsere Vorsitzende zunächst mit nach Hause. Nachdem er jedoch permanent erbrach, brachte sie ihn in die Tierklinik, wo man noch drei Tage um ihn kämpfte. Leider hatte der arme kleine Rüde keine Chance und folgte seinen 2 Geschwistern über die Regenbogenbrücke.

Am folgenden Tag trafen wir uns mit dem Veterinäramtsarzt und der Polizei am Ort des Geschehens. Die Hundehalterin kam auch zufällig hinzu und zeigte sich sehr uneinsichtig. Sie schien sich keiner Schuld bewusst zu sein, verzettelte sich in Ausreden und verwies uns Tierschützer des Grundstücks. Bei der Begehung des Anwesens fand der Veterinäramtsarzt noch einen weiteren Junghund in einem Verschlag, der sich in Koma befand. Für ihn kam auch jede Hilfe zu spät und er konnte nur noch erlöst werden. 4 tote Junghunde..., alle gestorben nur weil man keinen Tierarzt hinzuziehen wollte. Welch ein fürchterliches Drama.

Als Lilli dann im August 2007 zu unserer Silvi kam, war sie nicht mehr der Hund, den sie einmal kennen gelernt hatte. Ihre Lebensfreude war der Angst gewichen, alles was zwei oder vier Beine hatte wurde verbellt und angegriffen. Selbst auf Autos, Motorräder und Fahrradfahrer ging sie los. Im Auslauf rannte sie wie ein eingesperrter Tiger im Käfig nur am Zaun entlang und nutzte jeden Gelegenheit, alles zu attackieren. Erst mit den Monaten baute sie langsam Vertrauen zum Menschen auf, ganz besonders zu Silvi, die sie inzwischen innig liebte. Leider zeigten sich auch körperliche Spuren aus ihrer Vergangenheit. Vermutlich aufgrund Schlageinwirkungen zeichnete sich eine Arthrose in der Hüfte und im Kniegelenk des rechten Hinterlaufs ab, so dass sie immer wieder Schmerzen hat und Medikamente bekommen muss. Wer weiß, wie viel Leid sie ertragen musste, bevor sie in den Tierschutz kam. Man kann es nur erahnen.

Leider wurde Lilli nur knapp 9 Jahre alt. Sie verstarb am 14. Februar 2013 in einer Tierklinik nachdem sie sich einen schweren Darminfekt zugezogen hatte. Auch wenn sie viele schöne Jahre in der Obhut unserer 1. Vorsitzenden verbringen durfte, so tröstet das nur wenig über ihren Verlust hinweg. Mag sie nun im Land des Regenbogens ihren Frieden gefunden haben.

 

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