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Mandy (verstorben)


Die Geschichte von "Mandy" († 30.12.2015)

September 2009 bekam unsere 1. Vorsitzende den Anruf einer privaten Tierschützerin, die sie um Hilfe für eine arme Hündin aus dem Tierschutzverein Ellrich bat. Es ging dabei um eine etwa 2,5 Jahre alte Berner Sennen-Mischlingshündin, die dringend einen Platz zur weiteren Vermittlung benötigte.

Mandy lebte ca. 2,5 Jahre, also von Baby an, in einem alten Bretterverschlag. Dort war es dunkel, muffig und unbequem. Lediglich eine winzig kleine Hütte befand sich darin, worin sie sich zum schlafen auf den Holzboden legen konnte. Aber auch die Hütte war für die große Hündin zu winzig, um dort richtig gemütlich liegen zu können. Sie musste sich buchstäblich hineinzwängen. Der Hundehalter ging auch sonst nicht gerade sehr gut mit ihr um. Futter gab es nur wenig und Auslauf noch weniger. Anstatt Streicheleinheiten und liebe Worte kannte Mandy nur Schläge und einen brüllenden Mann. Diese wenigen Aussagen zu Mandys Leben langten schon, um eine Zusage zur Aufnahme zu machen.

Paar Tage später begab sich also unsere 1. Vorsitzende auf den Weg nach Steina im Harz, wo sie die Hündin übernehmen sollte. Dort angekommen wurde sie erst einmal von den Tierschützerinnen aus Ellrich und Steina mit Kaffee und Kuchen empfangen und natürlich auch von Mandy. Ach Gottchen, dachte Silvi, so eine hübsche Maus, aber so dünn... Ja, die Hündin war dünn, zwar freundlich, doch sehr dünn, schüchtern und verstört.

So kam Mandy dann in die Tierhilfe Seesen, wo sie erst einmal lernen musste wieder Hund zu sein. Sie lernte, dass Hände auch zärtlich sein können, sie lernte andere Hunde kennen und lernte zu spielen und sich zu freuen. Vieles was anfangs schwierig erschien, wie zum Beispiel das Bürsten, an der Leine vernünftig zu laufen, keine Angst vor fremden Dingen zu haben und wie schön es ist gestreichelt zu werden, auch Vertrauen zu haben, legte Mandy sehr schnell ab. Alles schien gut zu werden.

Doch zu Mandys Glück fehlte noch ein neues Zuhause, was jedoch zunächst auf sich warten ließ. Die erste Vermittlung scheiterte, weil Mensch sie nicht verstand. Die zweite Vermittlung brachte Probleme mit dem vorhandenen Althund mit sich. Als endlich das passende Zuhause gefunden war, sich alles ganz toll anbahnte, wurde Mandy krank. Und sie wurde nicht nur ein bisschen krank, nein, es kam leider faustdick.

Nach einer leichten Lahmheit im linken Hinterbein wurde die Hüfte geröntgt und dabei stellte sich heraus, dass Hüftkopf und Hüftpfanne schwer geschädigt waren. Das war natürlich das Aus für die Vermittlung, denn eine erforderliche Operation sollte 2.500.- € kosten. Ein hoher Preis für einen Hund, aber nicht für die Tierhilfe Seesen. Mandy war erst 5 Jahre alt und hatte ein Recht auf ein schmerzfreies Leben. So wurde natürlich für Mandy entschieden, dass die Operation stattfinden soll, jedoch befand sich der Verein gerade in einer finanziellen Notlage und konnte die Kosten zunächst nicht aufbringen.

Wir starteten daraufhin eine große Spendenaktion, die sogar von einem regionalen Fernsehsender ausgestrahlt wurde. Durch Unterstützung zahlreicher Tierfreunde konnten wir dann im September 2012 das notwendige Geld in den Händen halten und die Operation durchführen lassen. Wie groß war unsere Freude, endlich hatte Mandy wieder die Chance auf ein normales, schmerzfreies Leben. Die Wochen danach waren natürlich anfangs sehr schwer, denn Mandy verstand es überhaupt nicht, warum sie sich schonen musste. Nur ein kurzer Gang an der Leine war ihr gestattet, kein falscher Schritt durfte gemacht werden, doch sie meisterte letztendlich alles mit Bravour. Wie stolz waren wir doch auf unsere tapfere Hündin, unserer Kämpferin.

Ihr Leben verlief von da an wieder in völlig normalen Bahnen. Sie tobte herum wie ein junger Hund und lange Spaziergänge waren uneingeschränkt möglich. Rundherum waren wir alle zufrieden, natürlich ganz besonders unsere Mandy, denn sie genoß das Hundeleben in vollen Zügen.

Dann kam aber das, womit niemand gerechnet hatte. Unsere vierbeinige Heldin bekam in der Nacht vom 29. zum 30. Dezember 2015 eine schwere Magendrehung. Bereits auf dem Weg in die Tierklinik kollabierte ihr Kreislauf. Die Chancen standen nicht sehr gut, doch wir wagten trotz schlechter Prognose die Operation in der Hoffnung, wir bekommen Mandy wieder gesund und munter zurück. Doch so war es leider nicht. Morgens um 7.30 Uhr kam der traurige Anruf aus der Tierklinik, dass sie ihren letzten Kampf verloren hatte. Unsere Mandy war hatte den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten...

Wir werden diese tolle Hündin, unsere geliebte Mandy, nie vergessen und immer im Herzen bewahren.

Herzlichen Dank für Ihren Besuch.

Schauen Sie doch mal wieder rein.

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Silvia Quittkat